12.10.2011

Schöner Lesen im November

Keine Atempause am historischen Ofen: Auch für den November habe ich in die alte Backstube zwei hochinteressante Gäste  eingeladen, auf die ich mich sehr freue. 

Julja Schneider, geboren 1970 in Köln fragte schon als kleines Kind ihre Eltern, wann es denn endlich wieder zum Buchstabensee ginge. Gemeint war der Wörthersee. Trotz Ihres Germanistikstudiums beginnt sie zu schreiben und wird folgerichtig Mitglied der  Kölner Autorenwerkstatt. Und weil die Schreibtischtaten ihr nicht genügen, mietet sie 1996 ihr erstes Atelier und fertigt seitdem Bilder und Objekte mit Text. Ab 1993 hält sie regelmäßige Lesungen in Köln und anderswo, u.a. bei der Rheinlese und im Severins Burg Theater. Seit 1997 regelmäßige Ausstellungsbeteiligungen in Köln,  aber auch im Ausland, u.a. Liverpool und Spanien. Außerdem bringt sie mit dem Duo „ungemähter rasen“ ungepflegte Lieder aus Deutsch unter die Leute. Seit 2009 betreibt sie den sehr lesenswerten Blog„Zenfisch! Schneider schreibt“.




Foto: Verlag Kiepenheuer & Witsch
 Der zweite Gast ist Eric Pfeil. Rocko Schamoni nannte ihn einen „der besten Musikkritiker dieses Landes“ und sprach: „Sein Buch hat mich wieder neugierig auf Popmusik gemacht“. Besagtes Buch trägt den schönen Titel „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee“. Darin erzählt der kultisch verehrte FAZ-Autor mal brüllend komisch, mal auf surreal-psychedelische Art, mal vor Leidenschaft bebend von seinen seltsamen Abenteuern in der Welt der Popmusik. Er fährt in Urlaub mit Morrissey, probiert seltsame Drogen, geht mit den Beatles auf Kostümpartys und wünscht James Blunt alles Schlechte dieser Welt. Die Zeitschrift intro schreibt: »Was die Balance zwischen Gelassenheit und Überspanntheit, Galgenhumor und tödlichem Ernst angeht, hat Pfeil den Bogen raus. Er trifft sein Sujet daher sehr gut. Ja, besser als viele andere.« 
Los geht's am Sonntag, 13.11.2011 um 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Kommet in Scharen!